Orthopädieschuhtechnik Andreas Bartsch

Wir sorgen für die Gesundheit Ihrer Füße!

Die richtige Fußpflege | Orthopädieschuhtechnik Andreas Bartsch

Der diabetische Fuß benötigt besondere Pflege und Vorsorge

Bei Diabetes mellitus ist die Fußpflege mit besonderer Sorgfalt durchzuführen, da die geringsten Verletzungen schwerwiegende Folgen haben können.

Bereits infizierte Wunden sind Zeitbomben und gehören ins Bett

Achten Sie sehr darauf, dass Sie sich nicht verletzen. Besondere Vorsicht ist beim Nägelschneiden geboten. Die Nägel nicht zu kurzund auf keinen Fall in die Ecken schneiden, sonst kann der Nagel einwachsen. Feilen ist besser. Am besten schneiden Sie die Nägel gerade, aber nicht zu kurz und entschärfen die Ecken mit der Feile.
Verwenden Sie auf keinen Fall scharfe Gegenstände wie Rasierklingen, Hornhauthobel, Messer usw. und keine chemischen Mittel zum Entfernen von Hornhaut oder Hühneraugen, auch keine Hühneraugenpflaster. Hier ist die Gefahr, sich zu verletzen oder die Haut zu schädigen, zu groß. Das einzige erlaubte Hilfsmittel gegen Hornhaut ist Bimstein.
Bildet sich an Ihren Füßen Hornhaut, hat das unter Umständen Ursachen, denen Sie nachgehen sollten. Überprüfen Sie daher Ihre Schuhe.Eventuell benötigen Sie weichbettende Einlagen.

Niemals barfuß laufen. Auch in der Wohnung lauern viele Gefahren, die zu Verletzungen führen können.

Füße und Schuhe immer kontrollieren, denn wenn das Schmerzempfinden gestört ist, spüren Sie nicht, was sich rund um Ihre Füße abspielt


Ihr Temperaturempfinden kann gestört sein, deshalb: VORSICHT mit Wärme. Kein heißes Wasser, keine Wärmflaschen, keine Heizdecken usw. verwenden. Wenn Sie kalte Füße haben, tragen Sie nachts wollene Socken oder Bettschuhe, um die eigene Körperwärme zu speichern. Auch Fußgymnastik hilft, weil sie die Durchblutung aktiviert.
Nehmen Sie täglich ein Fußbad, aber nur mit lauwarmem Wasser. Kontrollieren Sie die Temperatur mit dem Thermometer- max. 28°C! Lassen Sie die Haut Ihrer Füße nicht aufweichen, sondern baden Sie nur kurz (höchstens fünf Minuten). Nehmen Sie keine Badezusätze, sondern nur eine milde Seife (Kernseife oder Babyseife).
Fußpilz ist der schlimmste Feind des Diabetikers. Aber er kann nur wachsen, wo es feucht ist Also die Füße immer gut abtrocknen,besonders zwischen den Zehen. Beim Abtrocknen nicht reiben, sondern nur vorsichtig tupfen, um die Haut nicht zu reizen. Besonders gut geht es mit Küchenkrepp-Papier. Nicht fönen!
Cremen Sie Ihre Füße ein, auch die Fußsohle, damit die Haut nicht trocken, spröde und rissig wird. Achten Sie darauf, dass die Creme vollständig einzieht. Hierfür können Sie normale Körpercremes ohne Zusätze verwenden, es gibt allerdings auch eine große Auswahl spezieller Diabetikerprodukte. Melkfett oder Vaseline sind ungeeignet, weil sie nicht in die Haut einziehen.
Verwenden Sie keine Fußdesodorantien, Fußsprays usw., denn die diabetische Haut ist sehr empfindlich.
Wechseln Sie täglich die Strümpfe. Tragen Sie keine gestopften Socken (Gefahr von Druckstellen!). Waschen Sie neue Strümpfe und Socken vor Gebrauch. Vermeiden Sie zu enge Strumpf ? Bündchen, Strumpfbänder, Sockenhalter und alles, was die Durchblutung behindert.
Tragen Sie Schuhe niemals ohne Socken oder Strümpfe! Die Gefahr für Blasen ist zu groß.
Schuhe und Strümpfe sollen Ihre Füße vor Verletzungen schützen. Gehen Sie daher niemals barfuß. Tragen Sie immer Hausschuhe, wenn Sie nachts aufstehen müssen, damit keine Verletzung entsteht, wenn Sie stolpern oder sich an Bett? oder Türkanten stoßen.
Schützen Sie besonders Ihre Zehen, d.h., tragen Sie keine vorne offenen Sandalen, schon gar keine mit Riemchen zwischen den Zehen! Tragen Sie Schuhe mit Schutzkappen und dicken Sohlen, wenn Sie eine Arbeit verrichten, bei der Verletzungsgefahr besteht, z. B. bei Gartenarbeit Fragen Sie vorher Ihren Arzt!
Kaufen Sie neue Schuhe niemals am Morgen, sondern immer am Nachmittag, wenn die Füße schon etwas" angelaufen" sind, damit neue Schuhe nicht zu eng sind. Wichtig sind genügende Weite und die richtige Schuhlänge. Achten Sie auf sicheren, bequemen Sitz und genügend Spielraum für die Zehen.

Druckstellen müssen im Schuh durch geeignete Maßnahmen entlastet werden.

Laufen Sie neue Schuhe nur wenige Stunden am Tag ein, wechseln Sie grundsätzlich öfters am Tag die Schuhe. Ihre Füße müssen atmen können: Achten Sie darauf, dass die Schuhe im Sommer luftdurchlässig und im Winter warm gefüttert sind.
Kontrollieren Sie Ihre Schuhe vor jedem Tragen auf Fremdkörper (Steinchen, Splitter, Risse oder Falten in der Sohle, Scheuerstellen, usw.) oder sonstige Unregelmäßigkeiten, die Druckstellen verursachen können. Stechen Sie Blasen niemals selbst auf. Gehen Sie auch bei kleinsten Verletzungen sofort zum Arzt und verbinden Sie die betroffene Stelle nur mit Kompressen und Mullbinden, nicht mit Pflaster!
Lassen Sie Hühneraugen, Hornhaut oder eingewachsene Fußnägel nur vom ausgebildeten Fachmann (Fußpfleger oder Arzt) behandeln. Weisen Sie Ihren Fußpfleger darauf hin, dass Sie Diabetiker sind.
Durch die Neuropathie haben Sie ein herabgesetztes Gefühls- und Schmerzempfinden. Sie können sich also nicht darauf verlassen zu spüren, wenn an den Füßen etwas nicht in Ordnung ist. Sie müssen daher Ihre Füße täglich kontrollieren! Da der Diabetiker durch eine Infektion der Füße besonders gefährdet ist, sollten Sie täglich Ihre Füße anschauen. Bei der kleinsten Veränderung zeigen Sie diese bitte Ihrem Arzt. Achten Sie auf Blasen, Hornhaut, Druckstellen und andere Hautveränderungen. Nehmen Sie zum Kontrollieren einen Spiegel (Taschenspiegel oder besser Rasier- oder Vergrößerungsspiegel), um die Fußsohle genau zu inspizieren. Wenn Ihr Sehvermögen eingeschränkt ist, bitten Sie einen Verwandten, die Füße und Schuhe zu kontrollieren.
Fragen Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen fußunterstützende Einlagen oder Weichbettungen empfiehlt. Ihr Fuß kann sich im Lauf der Zeit ändern, daher muss Ihr Arzt von Zeit zu Zeit überprüfen, ob Einlagen neu angepasst oder Schuhe neu zugerichtet werden müssen. Lassen Sie sich von uns über Diabetikerschuhe informieren.

Jede Verletzung kann gefährlich sein. Gehen Sie daher auch bei kleinsten Wunden, Blasen oder Druckstellen sofort zum Arzt.

Schlecht heilende Wunden verschlechtern die Stoffwechsellage und können zum Verlust des Beines führen. Lassen Sie es nicht soweit kommen! Hier kommt es wesentlich darauf an, möglichst frühzeitig die richtige Therapie einzuleiten. Behandeln Sie Ihre Füße genau so sorgfältig wie Ihre Hände, dann kann nicht viel passieren!